Geschichte

Ein paar Kumpels, ein Küchentisch und Bernd Stromberg

Einer guten Idee ist es egal, von wem sie kommt.

Wir schreiben das Jahr 2011. Im Fernsehen läuft Stromberg. Auf einer Party läuft „Smoke on the Water“. Daraufhin sagt Christoph Maria Herbst den folgenschweren Satz: „Oh ja, gudes Ding, wie heißt das noch, mach mal lauter“.

Die Kumpels sitzen am Küchentisch und brüten seit Stunden, wie sie denn ihren zu gründenden Fußballklub nennen wollen. Es sollen Freunde sein. Nur Freunde. Die Idee ist zwar nicht neu, aber ziemlich in Vergessenheit geraten. Und es ist eine einfache Idee. Aber eine mit viel Potenzial. Stumm starren sie auf die Mattscheibe, als plötzlich die Idee kommt: Wir nennen uns FC Gudesding. So nahm das Schicksal seinen Lauf.

Jetzt brauchte man noch Personal. So kamen die „ Alten“ ins Spiel. Erfahrene, ehemals selbst Aktive kamen ins Geschäft. Mit Daniel Cohn-Bendit als Präsident, Dr. Rainer Weiss als Manager, Lutz Krakow als Trainer und Victor Steinbrück als Pressesprecher nahmen vier über 60-Jährige die erste Saison in Angriff. Die „Jungen“ mit Jakob Berthoud als Finanzwart, Luis Engelhart als sportlicher Leiter und Bela Cohn-Bendit als Co-Trainer vervollständigten den ersten Vorstand der „GUDEN“, wie sie fortan genannt wurden.

05.02.2012, 14:57. Der Verein wird ins Vereinsregister des Hessischen Fußballverbandes eingetragen. Freunde wurden angerufen, Sichtungstermine festgelegt, ein Sportplatz wurde gefunden. In Niederursel am plätschernden Urselbach wurde jetzt trainiert, theoretisiert und gefachsimpelt.

Am 05.08.2012 ist Anstoß. Um 15:00 Uhr rollt der Ball zum ersten Meisterschaftsspiel der GUDEN. Ein 4:1 Sieg über Germania Ginnheim war der erste Paukenschlag in der Gudesding-Geschichte. Gleich im ersten Jahr gelang der Aufstieg in die Kreisliga A. Ein paar Saisons später folgte die Meisterschaft und mit dem Aufstieg in die Kreisoberliga Frankfurt der zweite absolute Höhepunkt der ersten 7 Jahre des FC Gudesding. Durch stetiges Wachstum war man ein etablierter und ernst zu nehmender Frankfurter Fußballverein geworden.

Mit dem Schlappekicker-Preis würdigte die Frankfurter Rundschau 2017 das soziale und zwischenmenschliche Wirken von Gudesding über den Fußball hinaus. Dazu zählen insbesondere das Engagement gegen Judenhass und Menschenfeindlichkeit, der Spieltag gegen Antisemitismus, die Unterstützung des „Weißen X“ gegen Kindesmissbrauch und die tatkräftige Mithilfe bei der Integration von Geflüchteten.

Es kam, wie es kommen musste, der FC Gudesding bekam Nachwuchs. 2017 meldete sich eine A-Jugend an. Eine Jugendabteilung wurde gegründet. 2018 nahmen eine E-Jugend und 2019 ein F-Jugend am Spielbetrieb des Hessischen Fußballverbandes teil. Krönender Abschluss der ersten 7 Jahre war die Gründung einer Frauenfußballabteilung und natürlich eines Frauenteams, das sich in seinem ersten Jahr erfolgreich in der Kreisliga Frankfurt etabliert hat.