Spieltag gegen Antisemitismus

In Folge rechtsradikaler Beschmierungen unserer Sportanlage im Ostpark riefen wir 2016 erstmals den „Spieltag gegen Antisemitismus“ aus mit dem Ziel, dass sich der Frankfurter Fußball klar und deutlich gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus positioniert. Das Resultat war bewegend: ein Schulterschluss gegen rechtsextreme Gewalt im Fußball – von der Kreisliga bis zur Bundesliga!

„In einer Zeit, in der rechte Hetzer in den Bundestag gewählt werden, antisemitische Parolen vermehrt zu hören sind und antisemitische Taten markant zunehmen, muss der Sport auf allen Ebenen seine Stimme erheben.“

– Erklärung des FC Gudesding Frankfurt zum Spieltag gegen Antisemitismus 2018 –

Um unseren Aktionen Nachhaltigkeit zu verleihen, wollen wir diese Initiative dauerhaft etablieren: Der 2. Spieltag gegen Antisemitismus wurde im April 2018 durchgeführt in Gedenken an den 126. Geburtstag von Julius Hirsch, einer der Größen des deutschen Fußballs, der von den Nazis 1943 ermordet wurde.

Es ist wichtig, dass wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung als gemeinnütziger Verein nachkommen. Es ist großartig, dass sich so viele Frankfurter Vereine immer wieder mit uns gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus solidarisieren. Antisemitismus erscheint in vielerlei Formen – überall in unserer Gesellschaft, auch im Sport und gerade im Fußball. Mit gemeinsamen Erklärungen, selbstgemalten Plakaten und Bannern sowie umfangreichem Bild- und Videomaterial tragen die Vereine dazu bei, nicht wegzuschauen, nicht zu vergessen, sondern sich stark zu machen für eine offene Gesellschaft, in der Antisemitismus und fremdenfeindliches Gedankengut keinen Platz finden.

Ziel soll es sein, immer wieder auf Antisemitismus aufmerksam zu machen – nach innen in die Vereinskultur hinein, aber auch nach außen als Schrei in die Zivilgesellschaft: „Hier ist kein Platz für Antisemitismus!“

Julius.Hirsch.jpg